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Grußwort zum Neuen Jahr

Liebe Korrekturfachlehrer/innen!

Wir wünschen Euch und Ihnen einen guten Start in ein Jahr 2022, das mit vielen Fragezeichen versehen ist. Viele Kolleg/inn/en fragen sich, wie es wohl werden wird, dieses Jahr. „An(ge)kommen nach Corona“ sind wir wohl alle nicht. Und es bleibt weiterhin deutlich zu bemängeln, wie mit den Sorgen und Nöten der Schulen in diesen Zeiten umgegangen wird.

Schnell war klar im letzten Jahr, dass der Begriff der Fürsorge nicht nur im Bereich der wachsenden Arbeitsbelastung durch Korrekturen keinerlei Rolle spielte. Auch die neuen Herausforderungen durch Corona konnten nur so souverän von den Kollegien gestemmt werden, weil sich vielfach eine Solidarität unter uns Lehrerkräften (und Schülerinnen und Schülern) herausbildete, wie es sie lange nicht mehr gegeben hatte.

VdK 2022

Students@school - Belastung statt Entlastung für Korrekturfachlehrkräfte?

Im Weihnachtsgruß kündigt Frau Gebauer das Pilot-Programm „students@school“ der Regierung an: Man möchte jetzt „auch Studierende an die Schulen holen“; diese

„werden die Schülerinnen und Schüler in den nächsten Monaten gezielt unterstützen und hoffentlich auch eine kleine Entlastung für Sie als hauptamtliche Lehrkräfte sein. Gerade in Zeiten  des Lehrkräftemangels gilt es, alle Potentiale sinnvoll zu nutzen.“

Gezielte Unterstützung klingt gut. Der damit betraute Bildungspartner heißt „Ruhrfutur“ und teilt den studentischen Bewerbern  - „bevorzugt werden Lehramtsstudierende“ (!)-  für den Job des „Lernbegleiters“ (15 Euro pro Zeitstunde) in einem Merkblatt mit, dass der „Unterstützungsbedarf“ die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch betreffe, sie eine Online-Qualifizierung von 20 Stunden erhielten und dann etwa Schüler in „Kleingruppen“ unterrichten oder den Lehrerinnen und Lehrern als „Ansprechpartner“ zur Verfügung stehen. -
Aber eigentlich ist es dann doch umgekehrt:

„Die Schulen gewährleisten, dass eine Ansprechperson an der Schule Ihren Einsatz koordiniert und sowohl fachlich als auch organisatorisch begleitet.“ https://www.ruhrfutur.de/students-at-school

Lueftungskonzept2

Das Lüftungskonzept – Alles im grünen Bereich

8.00 Uhr:
Die Lehrperson betritt den Klassenraum.
Die CO2-Ampel ist rot. Die maulenden Schülerinnen und Schüler werden dazu angehalten zu lüften. Die Lehrperson steht im Durchzug und beschwert ihre Zettel mit dem Ipad und wickelt sich in einen großen Schal.

8.07 Uhr:
Die Lerngruppe muss um 8.10 Uhr einen Schnelltest durchführen. Die Lehrperson erinnert die Kinder daran, auf dem Gang leise zu sein und sich vor der Teststraße die Hände zu desinfizieren. Im Teststraßen-Raum wird vielfach gehustet und geniest.

8.20 Uhr:
Alle sind aus der Teststraße zurück; der Unterricht kann los-/weitergehen.

 

Impfpass

Gesundheit geht vor

Ein paar Worte an die Schulministerin

Wir begrüßen ganz allgemein die Möglichkeit, die dritte Impfung zu erhalten. Allerdings haben Sie keinen Anteil an beschleunigten Impfprojekten.
Dank der privaten Initiativen einzelner Lehrerinnen und Lehrer und dank der Bereitschaft von Kolleginnen und Kollegen, für das gesamte Kollegium einen dritten Impftermin zu organisieren, sind bzw. werden demnächst an einigen Schulen schon recht viele Lehrerinnen und Lehrer zum dritten Mal geimpft.

Dass NRW relativ gut dasteht, was das Infektionsgeschehen angeht, ist jedoch nicht in erster Linie Ihren Entscheidungen zu verdanken, Frau Gebauer. Eher muss man sagen, dass trotz der Entscheidungen des MSB die Situation noch recht entspannt ist im Vergleich zu anderen Bundesländern.
Haben wir es nicht in erster Linie unseren Schülerinnen und Schülern zu verdanken, die die Appelle der Schulleitungen beherzigen und weiterhin auch am Platz die Maske aufbehalten?